Distanzlernen - Rückblick und Ausblick

Ich sehe Kolleg*innen, die sich mutig auf das Abenteuer "Videokonferenz" mit Grundschüler*innen jeden Tag neu einlassen, zusammenbrechende Verbindungen ignorieren und immer wieder von vorne anfangen.

Ich sehe Lehrkräfte, die kreative Wege gehen, um Videokonferenzen mit Kindern zu strukturieren, die dabei Spiele spielen, singen, tanzen, Sport treiben ...

Ich sehe Kolleg*innen, die Wege finden, den Kindern auch neue Inhalte zu vermitteln, z.B. durch selbst gedrehte Videofilme, der Suche nach machbaren Erklärungen und Aufgabentools, die den Kindern helfen und neue Möglichkeiten eröffnen.

Ich erlebe Kolleg*innen, die keinen Schulschluss mehr kennen und weit über die normale Unterrichtszeit hinaus für die Kinder da sind, telefonieren, Mails schreiben, die Antworten geben und fast rund um die Uhr erreichbar sind.

Ich sehe Kolleg*innen, die sich mit neuen Medien und ihren Möglichkeiten beschäftigen und sich Wissen und Fähigkeiten aneignen, die ausprobieren, hinterfragen, verwerfen, umplanen, diskutieren, ...

 

Ich sehe Eltern, die sich neuen Herausforderungen gegenüber sehen, die Haushalt, Homeoffice, Kinderbetreuung, Homeschooling, Ängste und Sorgen um Job und  Angehörige mit all ihrer Kraft und oft darüber hinaus bewältigen.

Ich sehe Eltern, die ihre Kinder nun in ganz neuem Licht sehen, die ihnen etwas abverlangen müssen, die kämpfen, verzweifeln, ermutigen, belohnen, verhandeln, ...

 

Ich sehe Kinder, die sich jeden Tag neu aufraffen müssen, alleine zu lernen und ihre Aufgaben zu erledigen, die sie manchmal nicht verstehen, die nach neuen Wegen und Lösungen für Probleme suchen und ihren eigenen "Schweinehund" überwinden müssen, um statt des Films oder Computerspiels doch die Matheaufgaben zu lösen.

Ich sehe Kinder, die sich langweilen, denen ihre Freund*innen fehlen, die Auseinandersetzung mit anderen Kindern, das gemeinsame Lachen, Spielen, Streiten, ihre Hobbys und die ihre Lehrer*innen und den Unterricht in der Schule vermissen.

Ich sehe Kinder, die neugierig neue Aufgaben- und Kommunikationsformen erkunden, ihre Freund*innen im Chat oder in der Videokonferenz treffen und die Medien nun nicht mehr nur zur Unterhaltung, sondern zur Arbeit und für wichtige Kommunikation nutzen.


DANKE für euren Einsatz, euren Mut, eure Geduld, euren Ehrgeiz - und haltet durch! 


Distanzlerntage, Homeschooling und Notbetreuung

Am 7. und 8. Januar 2021 fanden Distanzlerntage statt und das Kollegium arbeitete am Hybridkonzept. Täglich fanden in allen Klassen Videochats über IServ statt, an denen die Kinder teilnehmen konnten, aber nicht mussten. Kinder, die nicht teilnehmen konnten, wurden von den Klassenlehrkräften mindestens einmal wöchentlich angerufen. Alle Kinder wurden mit Materialien versorgt. Ungefähr 40  Kinder wurden täglich in der Notbetreuung in 5 Kohorten betreut.

 

Vom 11.1. bis zum 22.2.2021 waren die Schulen geschlossen. Es fand Distanzlernen statt. Die Klassen trafen sich täglich im Videochat über IServ. Neue Unterrichtsinhalte wurden durch Erklärvideos vermittelt. Wochenpläne und Aufgaben wurden über das Aufgabenmodul bei IServ eingestellt. Materialien und bearbeitete Aufgaben konnten am Vormittag über die Eigentumsschubfächer der Kinder, die in Rollcontainern in der Aula bereitstanden, ausgetauscht werden.

 

Kinder, bei denen ein Elternteil in systemrelevanten Berufen tägig ist, oder Kinder berufstätiger Alleinerziehender wurden in der Notbetreuung in festen Kohorten betreut. Sie arbeiteten an den gleichen Aufgaben wie die Kinder im Homeschooling.




Vorgehen bei Krankheitssymptomen:


Quarantäne? Isolation?

Dieser Film erklärt, wie es geht:

https://www.ardmediathek.de/ard/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9mM2E3Mzk0My01MWJkLTRmMDctOTJiNS01NDc3ZWUxYjhmZTg

Liebe Eltern,

nach wie vor gibt es in der Schule kein positiv getestetes Kind - jedoch Kinder, die aufgrund von Quarantänemaßnahmen in der Familie, vorsichtshalber zu Hause sind. Dies geschieht in individueller Absprache mit den jeweiligen Eltern.

Wenn ein Kind Corona-positiv getestet wurde, sieht das Gesundheitsamt vor, dass sich ein Elternteil mit diesem Kind innerhalb der Wohnung in Quarantäne begibt. Die Quarantäne erfolgt in Kiel immer für 14 Tage.

Wenn es in der Familie nicht möglich ist, den Kontakt zu anderen Familienmitgliedern zu unterbinden, sollten Geschwisterkinder möglichst nicht die Schule besuchen - dies ist unsere Bitte, um das System Schule zu schützen, so lange dies möglich ist.

Die Klassenlehrkräfte versorgen die Kinder mit Materialien, Plänen und bleiben in Kontakt.

Bleiben Sie gesund! 

Herzliche Grüße 

Birkheid Torff