Grundschule Russee

„Lasst uns morgen bessere Fehler machen!“

Die Grundschule Russee ist eine dreizügige Grundschule am Kieler Stadtrand mit derzeit 260 Schüler*innen (Stand: Dezember 2020). Im Schuljahr 2021/22 wird die Schule in allen Jahrgängen dreizügig mit ca. 300 Kindern sein, von denen dann ca. 250 die BGR (Betreute Grundschule Russee e.V.) besuchen. Alle Schüler*innen bekommen einen Platz in der BGR, wenn sie diesen benötigen.

Das Kollegium besteht im Schuljahr 2020/21 aus 17 Lehrkräften, 5 Lehrkräften im Ausbildungsdienst und 3 Vertretungslehrkräften, einer Förderschullehrkraft, einer Sozialpädagogin, einer schulischen Assistenzkraft, unserer Schulsekretärin Frau Hingst und unserem Hausmeister Herrn Wonde.

Ein positiver, wertschätzender, „fehlerfreundlicher“ Umgang miteinander ist uns wichtig. Jeden Donnerstag treffen wir uns von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr, um in Jahrgangsteams gemeinsam zu planen. Wir arbeiten am schulinternen Fachcurriculum, treffen Absprachen, … Wöchentlich berät sich das Schulleitungsteam (SL, Konrektor*in, Gleichstellungsbeauftragte, ÖPR). Positive Schulgestaltung mit dem Ziel, eine „Wohlfühlschule“ zu entwickeln, in der jede*r nach seinen Möglichkeiten gefordert und gefördert wird, ist ein langfristiges Schulentwicklungsthema.

Das Einzugsgebiet der Schule umfasst die Stadtteile Russee, wie auch die angrenzenden Stadtteile Mettenhof, Hassee und Hammer.

Unsere Schule gliedert sich in drei Gebäudekomplexe:

Der Altbau am Russeer Weg wurde 1898 eingeweiht. Dort befand sich die alte Dorfschule, in den 1930erJahren durch eine kleine Sporthalle ergänzt. Dieses Gebäude wird nun weitestgehend von der BGR genutzt. 1970 wurde das Dorf Russee ein Stadtteil Kiels und ein weiteres Gebäude, in dem sich heute die ersten Klassen und ein Bewegungsraum befinden, wurde angebaut. In den 1990er-Jahren wurde ein großes Baugebiet erschlossen und die kleine Grundschule erweiterte sich durch einen Neubau, eine Aula und eine neue Zweifeld-Sporthalle. Die Schule war nun 5-zügig. Im Laufe der Jahre gingen die Schülerzahlen wieder zurück, so gab es Platz für eine Mensa und großzügige Räumlichkeiten für die BGR. Heute ist der Stadtteil mit einer guten Infrastruktur und verkehrstechnisch günstig an den Süden und Westen angebunden, ein beliebter Ort für junge Familien, allerdings gibt es kaum noch Baugrund, so dass nur durch demographischen Wandel Zuzug entsteht und die Schüler*innenzahlen konstant zwischen 250 und 300 Kindern liegen.

Die Schule verfügt über einen Musikraum, eine gut ausgestattete Kinderbücherei, die Räume der BGR: Ruheraum, Spiel- und Bastelraum, Theaterspielraum, Kunst-, Werk- und Experimentierraum, Bewegungsraum und der Theaterraum mit kleiner Bühne können am Vormittag auch durch die Schule genutzt werden. Unser PC-Raum ist mit 13 modernen Computerarbeitsplätzen und einem Activboard ausgestattet. F Raumkonzept

Das großzügige Schulgelände bietet viele Möglichkeiten zum Bewegen, Verstecken, Spielen, Naturerkunden, … Im Frühling 2021 ist eine an die Mensa angeschlossene Terrasse mit Außenbestuhlung und Sonnenschutz in Planung, die im Sommer auch als Außenklassenzimmer benutzt werden kann.  Die alte Sporthalle und die neuere Zweifeldhalle bieten viele Gelegenheiten, Sport zu treiben. Das Schulgelände erlaubt noch viele Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Wir pflegen Kooperationen: Besonders der ständige, unkomplizierte Austausch mit der BGR ist entscheidend für reibungslose Abläufe auf dem gemeinsam genutzten Gelände. Es gibt Kooperationen mit den Kitas im Stadtteil mit regelmäßigen Treffen und einem Kooperationsvertrag. Eine vorschulische Arbeit ist in Planung, wie auch der reibungslose Übergang. Dies streben wir auch mit den weiterführenden Schulen an. Hier besteht Entwicklungsbedarf.

Die Ausbildung junger Lehrkräfte in Zusammenarbeit mit der Europauniversität Flensburg und dem IQSH sind uns wichtig und derzeit befinden sich an unserer Schule 5 LiV´s in den Fächern Musik, Kunst, Sachunterricht, Sport, Religion, Deutsch – wir können auch in den Fächern Philosophie, Englisch und Mathe ausbilden. Wir bieten Studierenden im Orientierungs-, im Fachpraktikum und im Praxissemester regelmäßig die Möglichkeit zur Hospitation, dem Austausch und eigenen ersten Unterrichtserfahrungen. Die jungen Lehrkräfte bereichern unser Schulleben durch neue Ideen, der Austausch lässt Bewährtes hinterfragen und das Thema Reflexion ist für uns ein wichtiges Arbeitsfeld im Schulalltag. In regelmäßigen Abständen finden Treffen mit den LiV´s, den Mentor*innen, der Koordinatorin für Ausbildung und der SL statt. F Ausbildungskonzept

Unser pädagogisches Handeln beruht auf der systemischen Sichtweise, positiver Psychologie und Pädagogik. Wir sehen das Kind im Beziehungsgeflecht von Familie, Freunden, Klassen- und Schulgemeinschaft. Diese Faktoren bedingen einander und beeinflussen sich gegenseitig, wie in einem Mobile. Das Verhalten, das ein Kind in einem bestimmten Moment zeigt, macht für sie oder ihn Sinn. Diese Sichtweise schafft Verständnis füreinander. Wir arbeiten mit dem „Ich-schaffs-Programm“ nach Ben Furmann, um „Probleme“ in zu erlernende Fähigkeiten zu verwandeln. Das Schulfach „Glück“ soll die Kinder vom ersten Schuljahr an resilient machen für die Anforderungen des Lebens. Die Schulsozialarbeit mit der Ausbildung von Streitschlichtern und Konfliktlotsen, Pausenangeboten, die Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Göteborgring im Rahmen von Schulischer Erziehungshilfe und Inklusion und der APSE-Fachkraft ergänzen unsere pädagogische Arbeit.F Ankerkonzept

2020 wurde unsere Schule als Pilotschule im Rahmen des Digitalpaktes I flächendeckend mit WLAN versorgt. Alle Klassenräume verfügen über Präsentationsbildschirme oder Activboards, die unkompliziert über Ipads bedient werden. Mobile Endgeräte für Schüler*innen stehen in begrenzter Zahl im Rahmen des Digitalpaktes II als Leigeräte zur Verfügung. Hier gilt es den Bestand zu erhöhen. IServ ist unsere Kommunikationsplattform und hat sich seit April 2020, besonders im Corona-Lockdown als nützlich und hilfreich erwiesen. Wir nutzen das Videokonferenzmodul, die Emailfunktion, den Messenger, das Aufgabenmodul uvm. Auch das schulinterne WLAN wird über IServ gestellt. Es besteht ein enger Austausch mit der IT der Stadt Kiel. F Medienkonzept (wird derzeit überarbeitet).

Wir leben ein aktives Schulleben mit vielen Festen und Aktionen im Jahreslauf: Tag der offenen Tür, Schulfest, Weihnachtsmarkt der BGR, Theateraufführungen, Tanz- und Musikprojekte, Vorlesetage, Kunsttag, Sporttag, Einschulung, Abschied der 4. Klassen, uvm.

Seit 2019 sind wir Schule im Netzwerk Lernen durch Engagement (LdE) und konnten mit unserem Projekt „Elterntaxi: Stopp!“ sehr erfolgreich durchstarten. Weitere Projekte sind in Planung, z.B. die „Mülldetektive“, „Gesundes Schulfrühstück“ und die „Patenklassen“. Partizipation und Demokratische Bildung bereits in der Grundschule sind uns wichtig. Seit 2020 nehmen wir am Projekt „Musikalische Grundschule SH“ teil und entwickeln ein Konzept, mit dem wir Musik in allen Fächern von allen Beteiligten im Schulalltag verankern wollen. Wir wurden als Zukunftsschule SH mehrfach, zuletzt 2019/20, ausgezeichnet.

Die Coronapandemie brachte viele Herausforderungen für das Jahr 2020: Hygienekonzept, Betreuungskonzepte, Medienentwicklung, Planarbeit, Leistungsunterschiede – aus der Analyse und Reflexion entstand unser F Lernen-auf-Distanz-Konzept mit einem neuen Blick auf bisheriges Lernen, Leistung, Fördern und Fordern. Kinder sollten ihren Möglichkeiten entsprechend optimal gefördert werden, Freude am Lernen haben, Methoden und Kompetenzen beherrschen, die sie fit und stark machen für das Lernen in der weiterführenden Schule und das Leben. So gilt es didaktisch und methodisch neue Wege zu gehen, kompetenzorientiertes und selbstorganisiertes Lernen in den Blick zu nehmen, Medienkompetenzen zu entwickeln und dies im schulinternen Fachcurriculum zu verankern.

„Lasst uns morgen bessere Fehler machen!“ – dieses Motto könnte unser Leitbild werden: Aus Fehlern lernen geht nur, indem man mutig und selbstbewusst Neues ausprobiert, Ergebnisse reflektiert, Fehler analysiert und daraus Konsequenzen für die Zukunft zieht. Das gilt für uns alle: Lehrkräfte, Eltern, Kinder. Fehler als wichtiger Schritt im Lehr-, Lern- und Entwicklungsprozess, gegenseitiges Verzeihen, gemeinsam darüber lachen und … neue Fehler machen!

 

Wir sind auf dem Weg!